Vorsicht - Die Zeckenplage


Es gibt weltweit über 800 Zeckenarten, erfreulicherweise sind nur wenige von ihnen in Europa eine Gefahr für unsere Haustiere. Die bekannteste und gefährlichste Zecke in unseren Breitengraden ist der „gemeiner Holzbock“. Der „gemeiner Holzbock“ hält sich vorzugsweise in Wäldern, hohen Wiesen und an Wegrändern auf, also überall dort, wo sich Hund und Katze gerne herumtreiben. Wenn die Bodentemperatur zwischen fünf und sieben Grad beträgt und die Luftfeuchtigkeit über 80% steigt, dann werden die gierigen Blutsauger aktiv! Bei uns in der Schweiz ist das etwa von März bis Oktober. In der Regel warten Zecken im Gras auf ihre Opfer. Beim Vorbeigehen streift man sie ab, sie klammern sich im Fell fest und bohren sich dann in die Haut.

Warum sind Zecken eigentlich so gefährlich?
Zecken sind Überträger von Krankheiten, dazu gehören u. a. Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).
Borreliose: „Borrelien“ sind Bakterien, die vom „gemeiner Holzbock“ übertragen werden. Hund und Katze, die mit diesen Bakterien infiziert sind, bekommen Fieber, sind schlapp, fressen nicht mehr. Wird die Borreliose nicht rechtzeitig erkannt, können unsere Haustiere unter schmerzhaften Gelenkentzündungen leiden und sogar Organschäden davon tragen.
FSME: Bei der Frühsommer-Meningoenzephalitis handelt es sich um Viren, die ebenfalls vom „gemeiner Holzbock“ übertragen werden. FSME ist schwer zu erkennen, da es keine genauen Symptome gibt. Fieber und Störungen in der Motorik von Hund und Katze können erste Anzeichen dieser Krankheit sein.
Sollten Sie in den gefährlichen „Zecken-Monate“ Auffälligkeiten bei Ihrem Haustier feststellen, die Sie sich nicht erklären können und die über Tage hinweg andauern, dann zögern Sie nicht: Gehen Sie unbedingt zum Tierarzt Ihres Vertrauens und lassen Sie Ihr Tier auf Borreliose und FSME untersuchen! Der Tierarzt wird Ihnen - sollte er eine der beiden Krankheiten diagnostizieren - auch die passende Therapie empfehlen. Sie sollten auf jeden Fall wissen, dass solche Therapien sehr aufwendig sind und lange dauern können. Ihr Haustier - egal ob Hund oder Katze - wird es Ihnen danken!

Wie können Sie Ihr Haustier vor Zecken schützen?

Beachten Sie bitte einige Regeln:

  1. Suchen Sie Ihren Hund - oder Ihre Katze - nach jedem Spaziergang nach Zecken ab.
  2. Finden Sie eine Zecke, dann entfernen Sie sie sofort. Fast jeder kennt einen anderen „Geheimtipp“ zur Zeckenentfernung - sie reichen vom Abbrennen der Zecke bis zum Drauftröpfeln von Öl. Doch solche Verfahren schaden mehr als sie nützen. Es kann sein, dass die Zecke in ihrem „Todeskampf“ erst recht Erreger in die Wunde abgibt. Auch das Quetschen der Zecke beim Entfernen kann schädlich sein. Deshalb empfiehlt Andys Tierhüüsli O'TOM® Zeckenhaken. Bitte verwenden Sie zum Entfernen der Zecken keine zusätzlichen Hilfsmittel wie Öle oder Essig - auch, wenn sich hartnäckig das Gerücht hält, dass man damit Zecken betäuben könnte! Das ist absoluter Unsinn und kann im schlimmsten Falle Ihr Tier schädigen. Da der Stechapparat einer Zecke mit den vielen Widerhaken kein Gewinde besitzt, muss die Zecke beim Entfernen weder rechts noch links gedreht werden.
  3. Sollte bei aller grösster Vorsicht und richtigem Entfernen der Zecke, der „Kopf“ trotzdem stecken bleiben, so ist das eigentlich nicht problematisch, da es sich hierbei lediglich um totes Chitingewebe handelt. Sobald der Saugakt der Zecke unterbunden ist (also die Zecke entfernt wurde), können keine Erreger (v.a. Borrelien) mehr in das Tier gelangen. Im schlimmsten Fall kommt es höchstens zu einer lokalen Entzündung der Stelle, in der das Chitinstück steckt. Beobachten Sie die Körperstelle Ihres Tieres einige Tage nach dem Entfernen einer Zecke.
  4. Hat sich eine Zecke angesaugt, muss sie nicht schon automatisch eine Krankheit übertragen haben. Es kann nämlich Tage dauern, bis die Erreger in den Blutkreislauf des Tieres gelangen. Deswegen ist es von Vorteil, wenn man die Zecke schnell erkennt - und schnell beseitigt!
  5. Gegen Borreliose gibt es einen Impfstoff - sprechen Sie Ihren Tierarzt darauf an, besonders dann, wenn Sie in einem „Zeckengebiet“ leben.
  6. In den Zeckenmonaten sollten Sie Ihr Haustier regelmäßig mit speziellen Shampoos reinigen und mit Sprays, Halsbändern und ähnlichen Präparaten, die auf Zeckenschutz abgestimmt sind, schützen.

Zum ungefährlichen Entfernen von Zecken, empfiehlt Andys Tierhüüsli O'TOM® Zeckenhaken. Der Zeckenhaken ist bei uns im Laden erhältlich oder können Sie im Online-Shop bestellen. Dort finden Sie auch weitere Produkte gegen Ungeziefer.

Wer sich nicht sicher ist, die Zecke richtig entfernen zu können, sollte einen Arzt aufsuchen.

Bitte vergessen Sie bei aller Sorge um Ihr Haustier nicht: Auch Menschen sind durch Zecken gefährdet. Wenn Sie in einem „Zeckengebiet“ leben oder dorthin reisen, sollten Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt sprechen. Denn auch Sie können sich zumindest gegen die Borreliose impfen! Unterschätzen Sie bitte die Gefahr solcher Krankheiten nicht!

Noch mehr Infos über Zecken finden Sie hier (D Seite) und hier (CH Seite).


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Update: 4.12.2009

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